Konstruktives Gespräch

Im BLV-Heft 1/13 äußerten wir unsere Vorstellung zum Umgang mit Seiteneinsteigern. Diese Positionen waren auch Gegenstand eines Gespräches am 11. April 2013 mit Staatssekretär Merten, an dem Frau Schlott und Herr Helms vom BLV teilnahmen. Im sehr konstruktiv geführten Gespräch zeigte sich, dass besonders unsere Positionen zum Beginn der Nachqualifizierung unmittelbar nach der Einstellung und die Pflicht zur Teilnahme auch vom TMBWK geteilt werden.

„Der Unterricht an den berufsbildenden Schulen sollte durch grundständig ausgebildete Berufsschullehrer erfolgen“ so Staatssekretär Merten im Gespräch. Ohne die Einstellung von Bewerbern ohne Lehramt wird es aber auch in Zukunft nicht gehen. Einigkeit bestand dabei, dass es ein jahrelanges unterrichten ohne Nachqualifizierung nicht mehr geben soll. Hierzu soll es ein weiteres Gespräch zum Ende des Schuljahrs geben.

Unser Vorschlag bei den „Altfällen“ die Nachqualifizierung durch eine Bewährung im Unterricht zu ersetzen, wurde mit Interesse zur Kenntnis genommen. Allerdings sieht Staatssekretär Merten bei der gegenwärtigen finanziellen Situation wenig Möglichkeiten dies gegenüber dem Finanzministerium durchzusetzen. Es soll aber zumindest geprüft werden wie groß der betroffene Personenkreis ist.

Gegenwärtig wird durch das TMBWK eine neue Verordnung zur berufsbegleitenden Nachqualifizierung erarbeitet. In Vorbereitung der Einstellungen zum Schuljahr 2013/14 soll es konkrete Hinweise an die Schulämter zum Umgang mit Seiteneinsteigern geben.

Aus unserer Sicht war im Gespräch klar zu erkennen, dass durch Staatssekretär Merten eine klare und transparente Regelung für Bewerber/Beschäftigte ohne Lehramt angestrebt wird. Es besteht damit die Chance endlich ein für beide Seiten vorteilhaftes Verfahren einzuführen.

Weitere Details zur berufsbegleitenden Nachqualifizierung können der Hauptpersonalrats-Information vom 10. April 2013 entnommen werden.

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